Anreise

Am Ende eines langen Tages, der nach nur etwas über drei Stunden Schlaf bereits um fünf Uhr angefangen hat, bin ich nun in Norwegen gelandet. Dabei war die Einreise so viel unkomplizierter als erwartet: Vorher hatte ich mich noch komplett verrückt gemacht, wegen der etwas undurchsichtigen und teils auch verwirrenden Einreisebeschränkungen, beziehungsweise der Voraussetzungen, die ich als Einreisender zu erfüllen hatte. Wobei es am Ende schließlich so aussah, dass ich im Vorbeigehen kurz den QR-Code aus der Corona-Warn-App (CWA) vorgezeigt habe, und das ohne, dass ihn jemand gescannt oder auch nur wirklich genauer betrachtet hätte. Auch mein Reisepass wurde nicht untersucht, um zu checken welcher Nationalität ich angehöre – dabei hatte Norwegen sehr strenge Regeln bezüglich Quarantäne: Nur bei sehr niederiger Inzidenz im Heimatland der Reisenden entfällt diese. Hat aber alles niemanden interessiert – genauso wenig wie die Registrierung zu der man verpflichtet ist (oder nicht? Weiß im Grunde keiner so ganz genau, weil sich die Regierungswebsites da auch widersprechen) oder dem obligatorischen Rapid Antigen Test (wo sich auf dem Austausch-Discord auch die Geister scheiden, ob der jetzt verflichtend ist, oder nicht). Also im Grunde und abschließend war es eine Einreise, als gäbe es keine Pandemie. Wenn man jetzt in Betracht zieht, dass ich nur auf Grund dieser strengen Regeln überhaupt geflogen bin, weil Schweden zum Zeitpunkt der Buchung noch tiefrot, und eine Einreise damit quasi ausgeschlossen war, hätte man fast auch Bahn fahren können. Das hätte mir zumindest die Flugangst erspart.

Aber mit Flugzeugen habe ich ja sowieso eine schwere Zeit – und mit Höhenangst fliegt es sich leider auch nicht ruhiger. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich stelle mir dann immer vor, wie ich aus dem Flugzeug falle und dann einfach hinab stürze – oder im Grunde halt einen Flugzeugabsturz. Alleine das Gefühl ist schon echt eklig, und da hilft leider auch kein Ingenieurs-Studium: Mein Körper wird nie verstehen, wie so viel Stahl überhaupt in der Luft bleiben kann. Ich habe aber auch wieder die Hälfte des Fluges verschlafen, also alles halb so schlimm… Nur eine Frage habe ich noch: Wieso wickeln Leute ihre Hartschalenkoffer in Stretchfolie? Weiß das wer? Ich wäre für eine Ausklärung sehr dankbar, bei so vielen, die das machen!

Alles in Allem ist also alles echt gut gelaufen – hoffen wir, dass es ein gutes Omen ist. Morgen geht es dann weiter nach Gjøvik, wo ich dann auch direkt die Schlüssel zum Appartement bekomme!

Soviel ersteinmal für heute. Sobald es mehr zu berichten gibt, lasse ich von mir hören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.